Fellpflege beim Hund – Tipps für jeden Felltyp

So pflegen Sie das Hundefell richtig

Fellpflege beim Hund - Hunderassen und Felltypen

Warum braucht das Fell vom Hund Pflege?

Ob das Bad für den Pekinesen, der sich im Schlamm gewälzt hat, der Hundefriseur für Muttis Pudel oder die weiche Bürste für das Welpenfell – das Thema Fellpflege beim Hund beschäftigt jeden Besitzer mehr oder minder. Doch warum muss man den Pelz eigentlich pflegen? Wölfe kommen doch auch ohne Bürste und Kamm zurecht. Und warum sollte man nicht jede Rasse im Sommer einfach scheren?

Diese und weitere Fragen zur Fellpflege klären wir auf dieser Seite.

Zum Ursprung: Wie Wölfe ihren Pelz pflegen

Wölfe und auch viele Wildhunde haben sogenanntes Stockhaar. Ihre Behaarung besteht aus der Unterwolle (Unterfell, Unterhaar) und dem raueren Deckhaar (Fellhaar). Rund um Schnauze, Augen und Ohren ist die Behaarung deutlich kürzer.
Zweimal im Jahr gibt es einen Fellwechsel: Im Frühjahr wird das Unterfell abgestoßen, im Herbst bildet sich das neue Unterhaar für den Winter.
Das Deckhaar erneuert sich nach und nach das ganze Jahr über.
Wölfe und Hunde lecken und beknabbern ihren eigenen Pelz, aber im Rahmen der sozialen Fellpflege auch den der anderen Rudelmitglieder.

Wolf im Wald

Ansonsten besteht die regelmäßige Pflege vorwiegend darin, sich an Bäumen oder Sträuchern zu scheuern und damit die losen Haare und eventuelle Parasiten loszuwerden.

Der Unterschied zum Haustier

Wir Menschen haben den Hund wie auch die Katze zum Haustier gemacht. Statt Stockhaar finden wir nun Langhaar mit oder ohne Unterhaar, Kraushaar, Kurzhaar, Filzhaar und sogar haarlose Hunde. Kein Wunder, dass die natürliche Pflege des Fells hier nicht so einfach funktioniert!
Zudem haben diverse Hunderassen auch rund um Augen, Nase oder Maul längere Behaarung, die leicht verschmutzt oder einfach beim Sehen stört.

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Und zu guter Letzt sind unsere Hygieneansprüche auch etwas anders als die eines frei lebenden Tiers. Haarbüschel am Sofa finden wir meistens nicht so ästhetisch, der Gestank nach Schafskot, den manche Hunde zu lieben scheinen, gefällt den wenigsten Menschen, und parasitenfrei wollen wir die Tiere auch noch haben. Kein Zweifel – um die Fellpflege Ihres Hundes kommen Sie nicht herum. Damit Sie Ihren Hund damit auch richtig verwöhnen und es ihm gut tut, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die Sie bei Pflege von „Haut und Haar“ unterstützen können.

Fellpflege beim Hund: Was man wissen sollte

Das Fell Ihres Hundes erfüllt verschiedene Funktionen: Es schützt die sensible Haut vor Kälte und Wärme. Es bietet einen UV-Schutz. Es federt Stöße ab und auch mal Dornenzweige, wenn es durch das Unterholz geht. Und es dient der Kommunikation. Wer hat nicht schon einmal einen Rüden oder eine Hündin mit gesträubtem Nackenfell gesehen?

Und so sieht die Pflege in der Praxis aus

Um Hundefell zu pflegen, genügt im Normalfall das fellangepasste Bürsten, Kämmen, Trimmen oder Schneiden. Bäder und Shampoonieren sind eher kontraproduktiv, weil dadurch die Produktion von Talg angeregt und der pH-Wert der Haut aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Wenn Pflegeprodukte verwendet werden, sollte es unbedingt ein hundespezifisches Produkt wie Hundeshampoo sein und nicht Baby-Shampoo oder andere Produkte für den Menschen. Hunde-Shampoo ist an das spezielle Milieu im Fell und den pH-Wert der Hundehaut angepasst. Es sollten unparfümierte Produkte verwendet werden. Auf keinen Fall sollten Sie Ihren Hund zu oft baden.

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Regelmäßige Fellpflege sollte schon beim Welpen beginnen. Mit einer weichen Bürste kann der Kleine an die Pflege auf sanfte Art und Weise an das Ritual gewöhnt werden.

Zur Fellpflege gehört auch die Kontrolle der Ohren, der Pfoten und der Augen.

Hund Augen Ohren kontrollieren Pflege

Auf keinen Fall sollte man Tasthaare kürzen! Das wäre Tierquälerei! Die Tasthaare dienen den Tieren zur Orientierung.
Ganz nebenbei wird bei der Prozedur auch eine Kontrolle auf Verletzungen, Parasiten und Hauterkrankungen durchgeführt. Kokosöl-Shampoo kann einen milden Schutz gegen Zecken und andere Parasiten bieten.

Tipp:

Die Pflege des Fells beginnt von innen: Eine abwechslungsreiche Ernährung mit genügend Vitaminen und essentiellen Fettsäuren sorgt von innen für gesunde Haut, gesundes Fell und glänzendes Fell.

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Liste mit Fellarten: Die Art der Pflege hängt vom Felltyp ab

So unterschiedlich wie Hunderassen oder sogar einzelne Hunde sind, so unterschiedlich ist auch ihr Fell. Und damit natürlich auch die Fellpflege für die unterschiedlichen Haartypen wie Deckhaar, Unterwolle oder das Fell zwischen den Zehen an den Pfoten. Wir haben für Sie die gängigsten Fellarten und die Pflegehinweise recherchiert und nachfolgend aufgelistet.

Fell mit Stockhaar

Deutscher Schäferhund auf Wiese

Stockhaar besteht aus Unterhaar und Fellhaar, wobei das Unterhaar im Frühjahr abgestoßen und im Herbst neu gebildet wird, während das Fellhaar laufend wechselt. Das Fellhaar kann dabei kurz oder lang sein. Stockhaarige Hunderassen sind zum Beispiel der Deutsche Schäferhund oder der Spitz. Bei stockhaarigen Fellnasen sollte der Pelz regelmäßig mit einer Bürste gepflegt werden. Bei langem Fell kann ein Furminator hilfreich sein, bei Rassen mit kurzem Deckhaar kann ein Fellpflege-Handschuh hilfreich für die Fellpflege sein. Durch das regelmäßige Bürsten wird die sensible Haut durchblutet und gesund erhalten, Schmutz und Hautschuppen und lose Haare werden entfernt. Stockhaarige Vierbeiner sollten auch im Sommer keineswegs geschoren werden! Die Schur beraubt sie des UV-Schutzes und regt das Nachwachsen des Unterfells an. Stattdessen muss das Unterhaar regelmäßig und sorgfältig ausgebürstet werden.

Kurzhaarige Hunde

Hund Rasse Dobermann liegt auf Rücken

Kurzhaar-Hunde haben kein oder fast kein Unterfell. Das Fellhaar ist kurz und liegt glatt an. Rassen mit kurzem Fell sind zum Beispiel Boxer oder Dobermann. Auch kurzhaarige Fellnasen profitieren von einer regelmäßigen Fellpflege. Ein Fellpflege-Handschuh oder eine Bürste sind angenehm und entfernen Hautschuppen und Haare.

Langhaar mit wenig Unterwolle im Hundefell

Hund Rasse Cocktail Spaniel Wiese

Bei langhaarigen Hunden mit wenig Unterfell unterliegt der Pelz einem stetigen Fellwechsel. Um die Behaarung von Kletten und Knoten zu befreien, sollte das Fell täglich mit einem groben Hundekamm, eventuell mit drehbaren Zinken, durchgekämmt werden. Anschließend werden mit einem Striegel die losen Haare herausgebürstet. Ein Langhaar Hund sind zum Beispiel der Spaniel oder Collie.

Langhaar mit viel Unterfell

Hund Rasse Bobtail Welpe Sommer

Die richtige Fellpflege für dieses Fell ist recht arbeitsintensiv. Das lange Fellhaar sollte täglich gekämmt und gebürstet werden, bis alle Knötchen und Verunreinigungen entfernt sind und es seidig glänzt. Zusätzlich muss im Frühjahr das Unterfell besonders sorgfältig ausgebürstet werden. Dazu eignet sich ein Furminator oder ein Striegel. Der Bobtail und der Tibet Terrier haben diesen Felltyp. Ebenso wie bei Stockhaar sollte der langhaarige Rüde mit Unterfell oder die Hündin keinesfalls geschoren werden, sondern stattdessen im Sommer besonders sorgfältig die Unterwolle ausgebürstet werden. Man kann die Fellpflege beim Hund auch von einem Hundefriseur erledigen lassen.

Fellpflege bei Rauhaar

Hund Rasse Rauhaardackel in grüner Wiese

Rauhaar besteht aus einer zwei- bis dreischichtige Behaarung. Über dem Unterhaar befindet sich die Schicht aus noch lebendem Fellhaar, über der wiederum die aus abgestorbenem Fellhaar liegt. Diese oberste Schicht fällt nicht von alleine aus. Rauhaar muss getrimmt werden – das heißt, die Schicht abgestorbener Fellhaare wird ausgezupft. Dieser Prozess sollte alle zwei bis drei Monate durchgeführt werden, damit wieder Luft an die Haut kommt und die zweite Schicht einen Wachstumsimpuls erhält. Diese Arbeit erledigt auch gerne ein Hundefriseur. Dazwischen sollte der Pelz mehrfach pro Woche zum Beispiel mit einem Gummistriegel gebürstet werden. Rauhaar haben zum Beispiel Airedale-Terrier oder Rauhaardackel.

Hund mit Kraushaar

2 Hunde Rasse Pudel auf Baumstumpf

Auch Kraushaar hat einen Fellwechsel – auch wenn oft Anderes behauptet wird. Die Behaarung wird bei diesem Fell allerdings sehr lang und kann geschoren werden, ohne dass die Struktur zerstört wird. Die Locken bestehen vorwiegend aus Unterhaar. Am besten sucht man mit einem gelockten Hund einen Hundefriseur auf. Zwischendurch können die Haare des Rüden oder der Hündin mit einem groben Kamm gekämmt und in Form gebracht werden. Der bekannteste Hund mit krausem Haar ist der Pudel.

Filzhaar und die Fellpflege

3 Hunde Rasse Puli grau weiss schwarz im Schnee sitzend

Filzhaar tragen der Komondor und der Puli. Hier verhaken sich die abgestorbenen Haare des langen Unterfells mit noch fest sitzenden und bilden dabei eine Art dicke Schnüre oder Zotteln. Die Zotteln müssen immer wieder auseinandergezogen werden – sonst verfilzt das ganze Fell zu einer riesigen, undurchdringlichen Filzplatte. Da die Zotteln erst ein paar Zentimeter von der Haut entfernt beginnen, bekommt die sensible Haut genug Luft. Die Zotteln schützen die Haut zuverlässig vor Witterungseinflüssen und UV-Strahlen.

Fellpflege beim Hund: die Pfoten

Hundepfote Fell pflegen unten

Auch das Fell und die Haare zwichen den „Zehen (Krallen) des Hundes“ sollte man bei der Pflege nicht vergessen. Besonders im Winter können sich sonst bei zu langen Haaren an der Pfote Eisklümpchen bilden, die Ihren Hund beim Laufen behindern oder sogar schmerzen können.
Vorbeugend können die Hundepfoten im Winter  zusätzlich mit einer natürlichen, fetthaltigen Substanz wie z.B. Kokosöl oder Hirschtalg einbalsamiert werden. Diese Produkte sind gesundheitlich unbedenklich. Vaseline und Melkfett sind eher ungeeignet, da sie vom Hund auch abgeschleckt werden können. Sie können potentiell gesundheitsschädlich sein.

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Hundepfote Fell pflegen unten

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Vorbeugend können die Hundepfoten im Winter  zusätzlich mit einer natürlichen, fetthaltigen Substanz wie z.B. Kokosöl oder Hirschtalg einbalsamiert werden. Diese Produkte sind gesundheitlich unbedenklich. Vaseline und Melkfett sind eher ungeeignet, da sie vom Hund auch abgeschleckt werden können und so aufgenommen werden. Sie können potentiell gesundheitsschädlich sein.

Fazit zum Thema Fell und Pflege beim Vierbeiner

Die regelmäßige Fellpflege der Behaarung sollte zur Routine für den Hundebesitzer gehören. Sie kann neben ihrem praktischen Nutzen die Bindung zwischen Mensch und Hund durchaus verstärken. Denn es besteht bei der Fellpflege mit Kamm, Handschuh oder Bürste ein enger Kontakt und eine angenehme Behandlung für Ihren Hund.

Viel Spaß mit den Fellpflege-Tipps für Ihren Vierbeiner!